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Gün-Treff Vol.2

Die Idee zur Fortsetzung des Projektes „Gün-Treff“, das wir Anfang 2014 in dem Zeitraum vom Januar bis zum 08.03.2014 durchgeführt haben, ergibt aus den Anfragen der Mütter und ihrer Kinder mit Migrationshintergrund im Stadtteil Gallus, die an dem Projekt teilgenommen haben.

Die Idee und das Konzept des Gün Treffs resultiert aus einer Tradition des Frauentreffs, den die Frauen aus ihrem Herkunftsland mitbringen-hier fortsetzen und an die jungen Frauen meist ihren Töchtern oder Schwiegertöchtern weitergeben.

Traditionell treffen sich die Frauen in regelmäßigen Zeitabständen abwechselnd in ihren Wohnungen. Diese Treffen nutzen sie um auch ihre Sorgen und alltäglichen Probleme untereinander auszutauschen. Das „Gün“ besteht nicht nur aus einem Austausch, sondern auch aus Unterhaltung. Die Frauen schicken an diesen Tagen ihre Männer fort, damit sie sich beim Singen und Tanzen zu orientalischer Musik frei amüsieren können. Dieser Tag ist für sie ein Tag der Entspannung. Das Projekt Gün-Treff greift diese Tradition auf und bietet den Müttern, die Möglichkeit mittels ihrer authentischen Gewohnheiten eine zufriedenere Lebenseinstellung zu erfahren. Das Gün ist ebenfalls ein soziales Netzwerk für Hausfrauen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht am sozialen und kulturellen Leben der Stadt des Stadtteils teilhaben können.

Diese Treffen wurde in dem vorangegangen Durchlauf erfolgreich durchgeführt und die Frauen/Mütter haben sehr interessiert an dem Projekt teilgenommen. Entgegen dem Schwerpunkt des letzten Projekts zum Thema „Ernährung und Umweltbewusstsein“ werden die Schwerpunkte dieses Mal Themen des gesellschaftlichen Lebens im Gallus sowie Erziehungsfragen der Frauen/Mütter sein. Parallel werden wie auch im letzten Durchlauf künstlerische Angebote für die Zielgruppe und ihre Kinder stattfinden. Diese Schwerpunkte haben sich aus den Bedarfen der Zielgruppe und des Stadtteils ergeben.

Ziele des Projektes

Das Projekt verfolgt das Ziel, mittels kultureller Gewohnheiten und künstlerischen Methoden (Theater, Gesang und Tanz) die Zielgruppe der Frauen/Mütter im Gallus bei ihren alltäglichen Schwierigkeiten- im besonderen Erziehungsfragen – zu unterstützen. Darüberhinaus soll es den Frauen die Möglichkeit eines Treffpunktes bieten. Das Projekt hat einen präventativen Schwerpunkt: mittels frühzeitiger Begegnungen soll der Zielgruppe die Möglichkeit des Austausches mit fachlicher Begleitung ermöglicht werden.

Inhalte der Workshops

1. Thema „Wer bin ich und wie bin ich ins Gallus gekommen“:

Mittels künstlerischen Aktivitäten werden rituelle des Güns dargestellt, wie Tanzen, Plaudern, Singen und sich über Tabu Themen, die sie mit Männern nicht ausgetauscht werden, zu unterhalten, wie Sexualität und arrangierte Ehen. Die Frauen tauschen sich auch gerne über ihre individuellen Erinnerungen der Migration aus: „Wie kamen wir nach Deutschland? Wie kam ich ins Gallus?

Diese Themen und die realen Erfahrungen der Frauen und der Heranwachsenden, die sie einbringen können, bilden den Inhalt der Workshops. Das bedeutet, dass sie gestalterisch und kreativ an der Umsetzung der Workshops teilnehmen werden.

Tanz: Beim Tanzen erfahren Frauen eine Körperlichkeit und Bewegungsmöglichkeit.

Gesang: Das Singen von Volksliedern dient zur emotionalen Austausch und der kulturellen Artikulation.

Theater: Alltägliche und reale Momente des Güns werden mittels des Improvisationstheaters dargestellt. Die Teilnehmerinnen stellen rituelle des Güns dar.

Inhaltlicher Schwerpunkt: Selbstreflexion und gesellschafliche Standortbestimmung

Dieser Workshop richtet sich sowohl an die Frauen als auch an die Kinder bzw. die Heranwachsenden. Je nach der Bedürfnislage der Teilnehmer werden die Angebote gemeinsam oder zeitweise in getrennten Gruppen durchgeführt.

2. Thema: „Mein Kind und Ich- Fragen zu dem Themenbereich der Erziehung

Gesprächesrunden und Vorträge zu den Themen wie Pubertät( Mein Kind redet nicht mehr mit mir- was soll ich tun?, Mein Kind hat sich einer religösen Gruppierung angeschlossen, die mir Angst macht -was kann ich tun? u.a.)

Geplant sind angeleitete Gesprächsrunden und Fachvorträge von SozialpädagogInnen und PädagogInnen mit Migrationshintergrund, die Fragen zu dem Erziehen in einem mehrkulturellen und interreligiösen Kontext beantworten können und weitere Hilfsangebote bennen können.

Gallus-Sterne

Verein ora da! e.V. – Paul Hindemith Schule 2014-15

Projektidee:

Unter der Leitung von professionellen Künstlern des Günes-Theaters aus den Bereichen bildende Kunst, Musik, Theater und Film soll in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern der Paul-Hindemith-Schule ein Musiktheaterprojekt in gemeinsamer Arbeit und unter ergänzender Einbeziehung der Mitarbeit von Schulsozialarbeit und Eltern entworfen werden. Das Theaterprojekt soll im Januar 2015 starten. Es wird die Gemeinsamkeit aller an der Projektidee Beteiligten repräsentieren und die Ergebnisse sollen im Rahmen der Feier zum 30-jährigen Jubiläum der Paul-Hindemith-Schule im Juni 2015 öffentlich aufgeführt werden.

Die Grundlage des Theaterprojekts bildet ein bereits vorliegender szenischer Ablaufplan, auf dem aufbauend sich Dialoge und Musikstücke prozessorientiert entwickeln können. Zu betonen ist hierbei der Werkstattcharakter der Arbeitsprozesse: Die Zusammenarbeit der SuS soll auf Augenhöhe mit den professionellen Künstlern stattfinden. Und dies soll nicht nur im Prozess der Erarbeitung gewährleistet sein, sondern auch darüber hinaus während der Aufführungspraxis. Die erarbeiteten Szenen werden wie Puzzleteile am „roten Faden“ der Geschichte entlang zusammengefügt.

Präsentation und Öffentlichkeit:

– Aufführung der Produktion im schulischen Raum auch um die Reputation nach außen zu erhöhen

  • Den Stadtteilbezug der Schule betonen
  • Im Zuge der Aufführung am Ende des Produktionsprozesses ist auch an die Möglichkeit zu denken gemeinsam mit dem Bauträger gegenüber der PHS, Aurelis, Möglichkeiten des Aufstellens eines Theaterzeltes auszuloten, um die Integration des neuen Europaviertels mit dem Stadtteil Gallus zu befördern. Hier könnte auch ein Sponsoring von Aurelis nutzbringend sein.

Ziele des Projektes:

Verbindungen von Schule und außerschulischen Einrichtungen mit Schwerpunkt Kunst und Theater durch gestalterisches arbeiten schaffen. An verschieden Orten der Schule wird für einen Tag die Schule zum Kulturort: Videos, Ausstellungen, Musikacts, Tanzperformance, Hip Hop Battle und die abendliche Musicalaufführung in der Sporthalle. Die Schüler werden im Dialog mit den professionellen Künstlern ihre und die Situation der Schule und des Stadtteils zwischen den verschiedenen Welten thematisieren, verarbeiten und gestalterisch improvisierend umsetzen. Leben im Spannungsfeld von großen Kapitalströmen und dem Los der Putzkolonnen, zeichnet die Situation aller Beteiligten aus und soll die kreative Kraft befördern. Durch den Prozess der Auseinandersetzung mit dem Thema, der praktischen Umsetzung mit den Profikünstlern im Musical, sollen die Teilnehmer Erfahrungen sammeln, die über das gängige Schultheater hinaus weisen und sie in die wirkliche Welt versuchen hineinzuziehen. Außerdem bietet die aktuelle Lage der Schule, wie schon oben erwähnt, zwischen dem alten Gallus und dem neuen Europaviertel eine Perspektive, die nach verbindenden Aktionen, kreativer Öffentlichkeit ruft.

Ganz allgemein wird dadurch natürlich die Zusammenarbeit der beteiligten Vereine gestärkt und perspektivisch frisch angestoßen. Neue Akteure werden gewonnen und das Gesamtbild des Stadtteils verbessert sich.

Durch diese breitere künstlerisch-kulturelle Aktion wollen wir im Westen Frankfurts einen deutlichen interkulturellen Akzent setzen für den Stadtteil Gallus als Heimstatt der Kreativität. Außerdem soll damit die Bereitschaft gezeigt werden, auf den neuen Stadtteil Europaviertel und seine Menschen zugehen zu wollen.

Besonderheiten, Nachaltigkeit:

  • die Verknüpfung von Schule, außerschulischen Einrichtungen und Stadtteil
  • Ein Schulfest mit Stadtteilcharakter
  • Kreativer Event durch Eigenbeteiligung der Schüler und Einrichtungen
  • Sinnstiftender Bezug zum Stadtteil
  • Stadtentwicklung betreffende positive Effekte auf soziale Kommunikation zwischen altem und neuen Stadtteil
  • Einbindung vieler Akteure im Stadtteil, Vernetzung
  • Identitätsbildende Prozesse werden angestoßen sowohl individuell als auch für sein eigenes Viertel
  • Positive Effekte auf das Selbstbewusstsein der Schüler
  • Kreatives Handeln befördert die persönliche Entwicklung und Phantasie
  • Toleranz und Respekt vor dem Anderen werden gefördert

Geplanteaktivitäten, Ablaufplan

Neben den ca.72 Schülern der beteiligten 3 Klassen der Stufe 8, sind ca. 10 professionelle Künstler sowie die teilnehmenden Lehrkräfte beteiligt. Ziel ist an einem Tag die Schule zum Kulturraum nicht nur für die Schule selbst sondern auch die Öffentlichkeit des Stadtteils und der Stadt werden zu lassen, Durch die Aufführungen verschiedener künstlerischer Events mit dem Abschluss des Musicals “Gallus Sterne” soll ein in die Stadt hinausweisendes Fest gefeiert werden. Tagsüber finden diese künstlerischen und sportlichen Events statt, Ausstellungen, Rauminstallationen, Videovorführungen, Hip Hop Battles und diverse Liveperformances.

Die verschiedenen Elemente des Musicals werden in schulischen Kursen, AG`s (vorhandene Musik- Hiphop Tanz, Kunst- oder Theaterkurse auf freiwilliger Basis und/ oder Wahlpflichtstunden), Projektwochen die kompakt und längerfristig arbeiten, Pflichtunterrichte in der Endphase des Schuljahres, also in verschiedenen Workshops, entwickelt. Aktivitäten anderer Vereine oder Einzelpersonen wie z.B. das Boxcamp, Sportvereine, Kunstvereine etc. die Teile des Gesamtprojektes übernehmen oder entwickeln überhaupt Bausteine, die auf die Basis des Musicals gestellt werden können.

Laudatio für den Gewinner des Integrationspreises 2014, den Verein ora da! e.V.

Prof. Dr. Helma Lutz/ Goethe Universität Frankfurt a.M.
Laudatio für den Gewinner des Integrationspreises 2014, den Verein ora da! e.V.

Als ich letzte Woche am Donnerstagabend zum ersten Mal die Akteure von Ora da! an ihrem Wirkungsort in der ehemaligen Teves Fabrik im Gallus Viertel aufsuchte, erschloss sich mir der Name dieses Vereins in besonderer Weise: Ora da bedeutet dort und da – auf meiner Suche nach diesem Ort durchlief ich mehrere verlassene Fabrikhöfe und ich hatte das Gefühl, durch ein Niemandsland zu gehen, bis sich irgendwo eine Tür auftat und zu meiner Freude Herr Albak meinen Namen rief – ich hatte dort hin gefunden.

Ora da! ist ein Verein zur Förderung interkultureller Kunst, Kommunikation und Bildung, der seit 2001 als Trägerverein für u.a. das Günes Theater und das Kleine Welttheater fungiert. Die Ziele des Vereins sind vielfältig: neben der Produktion eigener Stücke organisiert Ora da! internationale Theaterfestivals in Frankfurt und verschiedenen weiteren europäischen Kulturmetropolen, bringt die musische und soziale Bildung von Jugendlichen und Kindern vor allem im Gallus Viertel voran, richtet Tanzveranstaltungen und Feste für Erwachsene, Kinder und Jugendliche aus.

Aber Ora da! ist viel mehr. Der Name ist kulturpolitisches Programm und philosophisches Wortspiel zugleich, denn das Dort gibt es nicht ohne das Hier. Beide sind untrennbar miteinander verbunden. Und der Weg von hier nach da ist einer der Erfahrung generiert, auch wenn man ihn, wie ich in diesem Falle, nicht er-fahren, sondern er-laufen hat.

„Es geht uns darum“, so die Broschüre von Ora.da!, „einen Perspektivwechsel zwischen hier und dort zu provozieren. Mit diesem Perspektivwechsel sind irritierende Fragen verbunden: ‚Bin ich schon hier oder noch dort oder schon da? Was ist hier und was ist dort? Was bedeutet Heimat? Was Zuhause? Was ist die Fremde‘“ (Ora da, S.2). Solche Überlegungen sind nicht nur philosophische Meditationen, sondern Fragen, die für uns alle relevant sind: Wann sind wir angekommen? Oder waren wir immer schon hier? Ist es vielleicht die oder das Fremde, das uns reizt, mehr zu erfahren? Wie lange müssen wir hier sein, um als Teil der Gemeinschaft gesehen zu werden? Die Antworten darauf werden für viele Menschen, die hier heute im Publikum sitzen, unterschiedlich ausfallen. Für die Gründergruppe des (Günes-) Sonnentheaters sind solche Fragen Stoff für ihre Stücke und Inszenierungen.

Die Gruppe professioneller Schauspieler hatte bereits in Izmir und Ankara eine Theatergruppe gegründet und die Türkei aus politischen Gründen verlassen müssen. Nach einer Tournee durch verschiedene europäische Länder ließen sie sich in Frankfurt nieder, der Stadt der Superdiversität in Bezug auf Herkunft und Migrationsbiographien, die Stadt der vielen Sprachen, von der sie sich erhofften, dass eine weitere Sprache, die des Sonnen-Theaters ihren Platz finden kann. Diesen Platz haben sie in der ehemaligen Teves Fabrik gefunden, bzw. sich aufgebaut – allerdings unter schwierigsten Bedingungen: es gab die ersten Jahre weder Wasser, noch Heizung, noch sanitäre Anlagen. Und da es auch heute noch keine Regelförderung gibt, kann der gegenwärtige Zustand überhaupt nur deshalb gehalten werden, weil für jedes neue Projekt Mittel eingeworben werden; wer das schon einmal gemacht hat, weiß wie mühselig und zermürbend das ist.

In den vergangenen 13 Jahren ist Ora.da! zu einem wichtigen Akteur der Kulturarbeit in Frankfurt geworden; ihr Karagöz-Theater verzaubert die Kinder, mit Jugendlichen aus verschiedene Schulen des Gallus wird momentan ein Musical erarbeitet und unter dem Titel „Gallussterne“ im Frühjahr 2015 aufgeführt. Gerade für Jugendliche ist Theaterarbeit eine wichtige Form sich auszudrücken und neu zu erleben: Theaterspielen bringt für die Beteiligten Laien nicht nur Spaß, sondern hat – en passant – auch diverse Lerneffekte: z.B.

werden Selbstvertrauen und Teamfähigkeit gefördert, Rollen- und Perspektivwechsel eingeübt, Selbstreflexion und kritisches Nachfragen gefördert, Kompetenzen, die nicht nur auf der Bühne, sonder auch im Alltagsleben hilfreich, ja notwendig sind. Für Erwachsene werden immer wieder mehrsprachige Stücke (englisch, deutsch, türkisch) auf die Bühne gebracht, zu aktuellen Themen wie Krieg und Frieden, Freiheit und Gemeinschaft etc.; Alltagsthemen wie Tee- und Kaffee-trinken werden wunderschön besungen – all dies ist im Internet auf you tube zu bewundern. Diese breite Palette der Angebote richtet sich sowohl an Minderheiten als auch an die

Mehrheitsbevölkerung – spielerisch thematisiert werden auch Konflikte, die an Bruchstellen entstehen.

Dieses Angebot ist aus meiner Sicht einzigartig in Frankfurt und zwar deshalb, weil es gerade nicht die üblichen Schubladen bedient, sondern diese übersteigt. Ora.da! bietet, so denke ich, Kultur für die postmigrantische Gesellschaft. Dieser Begriff ‚postmigrantisch‘ ist z.B. in Berlin bereits das

Markenzeichen verschiedener Theaterhäuser, etwa des Maxim Gorki Theaters oder des Ballhauses Naunynstraße. Was ist damit gemeint?

Postmigrantische Gesellschaft oder Identität verweist darauf, dass wir in einer Gesellschaft leben mit Menschen deren Großeltern oder Eltern migriert sind, die jedoch selbst keine Migrationserfahrung haben, die längst eingesessen sind, aber nicht als solche gesehen werden. Wie problematisch letzeres für die Betroffenen ist, hat u.a. auch Angela Merkel in einem Interview mit der Zeitung ‚Die Welt‘ im letzten Jahr betont (28.5.2013) Ich zitiere: „Für viele Zuwanderer stellt sich die Frage ….wann ist man endlich integriert? … manche stellen sich die Frage: ‚Was soll ich jetzt noch machen? Ich habe Deutsch gelernt, ich habe einen deutschen Pass …was muss ich tun, damit ich als integriert wahrgenommen werde?‘“ In diesem Interview ist etwas Außerordentliches passiert, nämlich ein Tabubruch, der die Kernthemen der deutschen Integrationsdebatte in Frage stellt, denn hier wird Migration von Integration getrennt; stattdessen geraten Begriffe wie Anerkennung, Teilhabe und Partizipation stärker in den Blick.1

Um einen solchen Zustand, in dem immer wieder die Grenze zwischen ‚uns‘ und ‚Ihnen/denen‘ gezogen, herausgehoben und damit wieder-hergestellt wird, zu überwinden, braucht es Utopien – und diese finden sich in der Arbeit des Vereins ora.da!. Ihre Arbeit kann auf neu-deutsch als ‚Fusion‘, oder eben auch als postmigrantisch bezeichnet werden kann – hier werden gesellschaftliche Fragen und Probleme auf hoch-professionelle Weise zur Debatte gestellt und die Tücken des Zusammenlebens humorvoll und kritisch dargeboten.

Eine solche Arbeit, für deren Entwicklung sicherlich der Fabrikhof eine gute Grundlage war, gehört ins Rampenlicht dieser Stadt! Dafür braucht es Anerkennung und Finanzierung. Ich möchte Ihnen im Namen der Kommission unseren Respekt und unsere Bewunderung für die von Ihnen geleistete Arbeit ausdrücken und beglückwünsche Sie zu diesem Preis.
1*Siehe dazu auch Vassilis Tsianos und Juliane Karakayali (2014) „Rassismus und Repräsentation in der postmigrantischen Gesellschaft.

Kleines Welttheater

Kleines Welttheater
Das Kleine Welttheater ist ein Berufsvorbereitungsprojekt für Jugendliche bis 26 Jahre. In seinem Mittelpunkt steht die Bühne. Jugendlichen, die an diesem Projekt teilnehmen, soll die Möglichkeit geboten werden,
sämtliche Handwerke, die das Bühnengeschehen ermöglichen, kennen zu lernen. Diese Erfahrungen sollen den Jugendlichen auch bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz hilfreich sein können.

Zielgruppe:

  • Jugendliche bis 26 Jahren, die sich im Übergang von Schule und Beruf befinden.
  • Schüler ab der 5. Klasse, die sich in AG’ s, Projektwochen und Praktika mit dem Themenfeld rund ums Theater vertraut machen wollen.

Im Berufsvorbereitungsprojekt „Kleines Welttheater“ können Jugendliche folgende Kurse belegen:

  • Skulptur
  • Bühnenbild
  • Bühnenperformance, Schauspiel
  • Bühnen- und Veranstaltungstechnik
  • Bühne, Maske, Kostüm
  • Geschichte und Theorie
  • Grafik, Video, Foto, Internet
  • Verwaltungs- & Bürotätigkeiten